Effectuation: Handeln statt planen in unsicherenZeiten
Effectuation ist eine Denk- und Handlungslogik für Situationen mit hoher Unsicherheit. Damit erlangst du ein anderes Mindset und wirst zur/zum Macher:in. Du folgst keinen starren Abfolgen von Planungsschritten, um ein fixes Ziel zu erreichen. Stattdessen nutzt du klar definierte Entscheidungsprinzipien, mit denen du auch unter Unsicherheit zielgerichtet handeln kannst.
Das bedeutet vor allem eines: Du arbeitest mit dem, was schon da ist und entwickelst daraus schrittweise (iterativ) tragfähige Lösungen. Aus dem Handeln heraus entwickelst du Schritt für Schritt kleine Ziele, man sagt nicht umsonst: Wege entstehen, in dem man sie geht.
Wie funktioniert Effectuation konkret?
Schritt 1: Mit den vorhandenen Mitteln starten
Am Anfang steht nicht das Ziel, sondern eine ehrliche Bestandsaufnahme.
Effectuation stellt drei einfache Fragen:
- Wer bin ich und was kann ich?
- Was weiß ich?
- Wen kenne ich?
Schritt 2: Den leistbaren Verlust festlegen
Entscheidungen werden nicht daran gemessen, welchen maximalen Nutzen sie versprechen, sondern daran, welchen Einsatz man sich leisten kann, um das Beste daraus zu machen.
Das bedeutet für dich:
- Wie viel Budget, Zeit oder Aufwand bist du bereit einzusetzen?
- Was ist verkraftbar, wenn ein Ansatz nicht funktioniert?
Das ermöglicht mutigere Schritte, ohne hohe Risiken einzugehen. Gerade in unsicheren Situationen entstehen so Bewegung und erste Fortschritte.
Schritt 3: Partnerschaften aufbauen statt alleine planen
Effectuation setzt konsequent auf frühe Verbindlichkeit. Statt Konzepte im stillen Kämmerlein zu entwickeln, werden relevante Stakeholder früh eingebunden. Das können Fachbereiche, Führungskräfte, Mitarbeiter:innen, Kund:innen und/oder Endnutzer:innen sein.
Du betrachtest sie nicht als Empfänger:innen von Maßnahmen, sondern als Mitgestalter:innen.
Schritt 4: Unerwartetes als Lernquelle nutzen
Der Umgang mit spontanen Überraschungen ist bei Effectuation zentral. Abweichungen vom Plan solltest du nicht als Störung, sondern als wertvolle Informationen betrachten und daraus lernen. Alles, was du daraus lernst, fließt in die Weiterentwicklung ein.
Schritt 5: Kontrolle statt Vorhersage
Die Zukunft ist nicht vorhersehbar. Du musst also nicht alles im Voraus wissen – das kannst du nicht. Viel wichtiger ist es, aktiv Einfluss zu nehmen und zu steuern:
- Entwicklungen iterativ gestalten
- Entscheidungen regelmäßig überprüfen
- Fortschritte und Lernprozesse sichtbar machen
Du möchtest mehr zu Effectuation erfahren?
In einer unserer Podcast-Episoden spricht Amelie mit Dinah über Effectuation und darüber, wie wir es eingesetzt haben. Wenn du mehr erfahren willst oder Hilfe brauchst, Effectuation einzusetzen und zu etablieren, melde dich bei uns!
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